Mobilität auch im Alter – mit Öffi-Ausbau und Österreich-Ticket

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Wir Seniorinnen und Senioren sind fitter, aktiver und gesünder als die Generationen vor ihnen. Zudem sind wir auch hochmobil – und das ist gut so. Denn Mobilität beugt Einsamkeit vor und steigert die Lebensqualität – egal, ob es darum geht, die Einkäufe mühelos erledigen zu können, zum Arzt zu fahren, Freunde und Verwandte zu besuchen, ins Theater oder Kino zu gehen oder aktiv reisen zu können.

Insbesondere, wenn das Autofahren schwerer fällt oder nicht praktikabel ist, braucht es dafür ein gut ausgebautes Öffi-Netz. Die Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz wird den öffentlichen Verkehr daher entscheidend stärken. Eine Milliarde Euro für den Nahverkehr und eine Milliarde Euro für den Regionalverkehr verbessern die Verkehrsstruktur sowohl in großen Städten und Ballungsräumen als auch am Land.

Günstig und aktiv reisen für Seniorinnen und Senioren

Neben einem bestens ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz müssen Seniorinnen und Senioren auch die Möglichkeit haben, günstig und aktiv reisen zu können. Rechnet man alle in Österreich verfügbaren Jahreskarten zusammen, kommt man auf mehr als 8700 Euro.  Nicht in allen Bundesländern gibt es Jahreskarten. Darüber hinaus variieren in einigen Bundesländern, beispielsweise dem Burgenland, die Preise für ein Jahresticket je nach Streckenlänge.

Das Österreich-Ticket stellt günstiges Reisen im ganzen Land sicher. Ein Ticket für ein Bundesland kostet einen Euro pro Tag, für zwei aneinandergrenzende Bundesländer sind es 2 Euro pro Tag – und bereits mit 3 Euro pro Tag steht einem ganz Österreich unbegrenzt als Reiseziel offen. Das lohnt sich bereits bei wenigen langen Fahrten.

Zentrale Buchungsplattform verschafft Überblick

Unterstützend wird es außerdem eine zentrale, nationale Buchungsplattform für alle öffentlichen Verkehrsmittel geben. Derzeit haben alle Verkehrsträger, von ÖBB über die städtischen Verkehrsbetriebe bis hin zu regionalen Verkehrsverbänden, noch ihre eigenen Plattformen. Bei aller Wertschätzung für Individualität ist eine zentrale Mobilitätsplattform als Knotenpunkt unausweichlich – ich bin froh, dass dieses Projekt auf die Reformagenda gekommen ist.

Eine Öffi-Plattform verschafft den nötigen Überblick und hilft dabei, vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Das würden laut einer Schweizer Studie übrigens mehr als die Hälfte aller Befragten sofort tun, gäbe es ein entsprechend attraktives Öffi-Angebot. Bedenkt man dazu, dass 65 Prozent der Generation 60 plus am Land oder am Rand von Städten mit (derzeit noch) schlechter Verkehrsanbindung leben, sind die von der Regierung angedachten Reformen das Gebot der Stunde.

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