Skifahren - Pistenflitzen auch mit über 80!

Von der Försterausrüstung zum Weltschlager

Skifahren ist nicht nur „das Leiwandste, was man sich nua vuastön ka“ (© Wolfgang Ambros), sondern eine urösterreichische Sportart. Zwar stammen die ersten Ski aus Norwegen – dort wurden sie von Förstern und Jägern verwendet, um sich im verschneiten Gebiet fortzubewegen – aber in Österreich wurde das Fortbewegungsmittel zum heutigen populären Sportgerät und damit zum Welthit weiterentwickelt. Auch Skifahren als Turniersportart und Techniken wie der Parallelschwung haben ihren Ursprung in unseren Alpen. Nicht umsonst ist Skifahren unser Nationalsport, in dem österreichische Athletinnen und Athleten Sieg um Sieg einfahren.

Skifahren ist Ganzkörpertraining – nicht nur im besten Alter

Oft als lockere Freizeitsportart angesehen, ist Skifahren in Wirklichkeit ein Training für den ganzen Körper. Technik, Koordination und Stabilisierung fordern den gesamten Körper heraus. „Besonders, wenn man im Turnier Ski fährt, ist Training vorab empfohlen, der Sport ist für den Körper sehr anstrengend“, erklärt Bundessportreferent Walter Berger, der im gleichen Atemzug die große Aktivität der Seniorinnen und Senioren betont. „Sie sind mit viel Freude, Professionalität und besonders Verantwortungsbewusstsein dabei. Sie absolvieren ihre Abfahrten, hören dann aber rechtzeitig auf, wenn sie die Kraft verlässt“, sagt er. Gerade beim Skifahren ist die Sturzgefahr hoch, wenn man sich überschätzt.

„Ich bin jedenfalls immer wieder erstaunt, dass sich auch noch weit über 80-Jährige die Pisten hinunterstürzen und das mit großer Präzision“, so Berger weiter. Als Jungen darf es einen also nicht verwundern, wenn auf der Piste ein Skifahrer im besten Alter an einem vorbeischnellt.

Bundesskitage in Abtenau: Mehr als 160 waren am Start!

Genauso kann es einem auch als Zuschauerin oder Zuschauer bei den Bundesskitagen des Österreichischen Seniorenbundes ergehen. Denn die einzigen beiden Regel bei den Abfahrtsturnieren sind: Sei am schnellsten und fahre durch alle Tore.

Darin haben sich bei den letzten Bundesskimeisterschaften 2020 im Salzburger Abtenau (die Bundesskitage 2021 mussten wegen Corona abgesagt werden) mehr als 160 Seniorinnen und Senioren gemessen. Die älteste Skiläuferin war 80, der älteste Herr ist sogar mit 86 noch an den Start gegangen. „Dabei haben die Seniorinnen und Senioren wieder einmal bewiesen, wie viel Sportsgeist, Kraft, Elan, aber auch Teamgeist in Ihnen stecken“, betont Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec, die den Siegerinnen und Siegern ihre wohlverdienten Preise überreicht hat.

Neben dem Riesentorlauf wurden auch zwei Langlaufturniere – in den Stilen „klassisch“ und „skating“ – ausgetragen. Hier sind traditionell weniger Sportlerinnen und Sportler am Start als beim Riesentorlauf. „Langlaufen ist sehr gesund, wie etwa Nordic Walking ist das Bewegung für den ganzen Körper“, erklärt Walter Berger, betont aber gleichzeitig, dass das im Wettbewerbssport gängige „höher, schneller, weiter“ für eine Ausdauersportart wie Langlaufen im Alter schwieriger wird. „Dafür muss man gut trainiert sein – aber als vergnüglicher Sport in der Gruppe im moderaten Tempo ist e nach wie vor sehr beliebt!“

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