Wir sind die "neuen Alten"!

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Zwanzig gewonnene Jahre warten auf uns!

Ich sage immer gerne, dass wir Seniorinnen und Senioren 20 gewonnene Jahre haben. Als „neue Alte“ sind wir viel gesünder und aktiver als die Generationen vor uns. Noch dazu fühlen wir uns laut Studien um gute zehn Jahre jünger.

Diese Voraussetzungen eröffnen uns eine einmalige Chance: Wir können in der Pension quasi ein neues Leben beginnen und der Welt noch sprichwörtlich „einen Haxen“ auszureißen. So trotzen wir mit viel Energie und Neugierde den mittlerweile überholten Klischees von „alt, klapprig und krank“. Auch der Begriff „Lebensabend“ hat ausgedient – die Pension wird zum bunten und spannenden Lebensabschnitt.

Das muss die Gesellschaft aber endlich anerkennen!

Wir sind wichtig - seien wir auch selbstbewusst!

Informative Videos mit Expertinnen und Experten zeigen auf, welche großen Leistungen wir erbringen. Schauen Sie rein!

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel - und zwar jetzt!

Es muss Schluss sein mit dem Tunnelblick auf Pensions- und Pflegekosten, wenn es um die immerhin 2,3 Millionen Seniorinnen und Senioren geht! Denn wer von Kosten spricht, muss auch von Leistungen sprechen!

Auch Fakten wie die milliardenschwere Steuerleistung der Senioren, ihre unbezahlte Ehrenamtliche Tätigkeit oder ihre Konsumausgaben als Stütze der Wirtschaft werden aber oft ausgeblendet oder auch von gewissen politischen Akteuren gezielt verschwiegen. Stattdessen heißt es dauernd, die Alten kosten uns zu viel. Eine aktive, erfahrene und engagierte Generation, die noch dazu ein Viertel der Bevölkerung darstellt, wird pauschal zur Risikogruppe abgestempelt. Mit den Worten des Bundespräsidenten: "So sind wir nicht!“

Darum brauchen wir diesen Paradigmenwechsel umso dringender. Besonders seit Corona sind Vorurteile gegenüber älteren Menschen wieder aufgeflammt. Dabei hat gerade die Corona-Pandemie auf drastische Art gezeigt, wie stark die Gesellschaft auf die als selbstverständlich gesehene Arbeit der Seniorinnen und Senioren baut. Ältere Menschen mussten auf einmal ihre sozialen Kontakte einschränken. Was war das Ergebnis? Karitativen Organisationen gingen die Freiwilligen aus, berufstätige Eltern wusste auf einmal nicht mehr, wohin mit ihren Kindern und betreuungsbedürftige Menschen standen auf einen Schlag allein da.

Wir sind kein Kostenfaktor, wir sind Wirtschaftsfaktor!

Einseitig geführten Diskussionen um Pensions- und Pflegekosten erteilen wir eine klare Absage. Anstatt eines Kostenfaktors sind wir ein wichtiger Wirtschaftsfaktor! Das zeigt sich an vielen Stellen deutlich:

  • Ehrenamtliche Arbeit im Gegenwert von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr
  • Pflege von Angehörigen im Gegenwert von 6 Milliarden Euro pro Jahr
  • 17 Milliarden Euro an direkter und indirekter Steuerleistung pro Jahr
  • 25 Prozent des privaten Konsums (rund 50 Milliarden Euro)

Es zeigt sich deutlich: Vieles, was in unserer Gesellschaft als selbstverständlich und funktionierend hingenommen wird, wäre ohne uns Seniorinnen und Senioren gar nicht möglich. Diese LEsitungen sind oft unbemerkt, aber jedenfalls unbezahlbar!

Eine aktive und fitte Generation!

Abseits unserer Leistungen für die Gesellschft eröffnen sich uns immer mehr neue Wege, den dritten Lebensabschnitt aktiv und freudvioll zu verbringen. Der  Seniorenbund beitet dafür viele Möglichkeiten, vor allem ein vielfältiges und interessantes Sportprogramm!

Erfolgreiches Altern ist keine Glückssache, sondern unser eigener Erfolg. Dazu gehören eine gesunde und ausgewogene Ernährung genauso wie regelmäßige, leichte Bewegung im Rahmen unserer Möglichkeiten oder das eigene Zuhause sicherer zu gestalten und neuen Bedürfnissen anzupassen. Dazu habe ich mit dem Stadtsender W24 auch eine Schwerpunkt-Spezialsendung produziert, die Sie hier nachschauen können.

„ÖSB RätselFitness“ – unser neues Rätselheft jetzt kostenlos anfordern!

Ich bin auch sehr stolz darauf, wie sehr die Seniorinnen und Senioren geistig aktiv sind. Um das zu fördern, haben wir in Kooperation ein neues Rätselheft zusammengestellt. In „ÖSB RätselFitness“ ist von klassischen und neuen Kreuzworträtseln über Suchbild- und Logikrätsel bis hin zu vielen Variationen des beliebten Zahlenspiels Sudoku für jeden Geschmack etwas dabei. Ein anspruchsvoller und unterhaltsamer Zeitvertreib, der dazu noch das Gedächtnis trainiert.

Sie haben Lust zum Rätseln bekommen? Bestellen Sie unser Rätselheft ganz einfach unter bundesorg@seniorenbund.at oder 01/40 126 431!

Versuchen Sie sich auch an unseren Seniorenbund-Rätseln: Alle 14 Tage neue Herausforderungen! Jetzt klicken, ausdrucken und losrätseln!

Jetzt mitmachen! Eine vielfältige und aktive Gemeinschaft erwartet Sie!

Der Österreichische Seniorenbund ist weitaus mehr als eine Interessensvertretung. Wir sind vor allem eine große Gemeinschaft, die vielfältige Angebote parat hat, von gemeinsamen Feiern über Reisen bis hin zu Fortbildungen und einem breiten Sportprogramm. Aber vor allem schauen wir aufeinander. Die mehr als 2000 Ortsgruppen heißen neue Mitgleider stets mit offenen Armen willkommen.

Werden Sie Teil der großen Seniorenbund-Familie, wir freuen uns auf Sie!

Unsere Leitthemen im TV und zum Nachlesen!

Weitblick und Verantwortungsbewusstsein zeichnet den Seniorenbund besonders aus – unser Motto heißt nicht umsonst „Um Jahre voraus“! Das bedeutet, dass wir federführend bei wichtigen Zukunftsfragen sind: Wie gestalten wir das Zusammenleben zwischen den Generationen? Was können wir aus der Pandemie lernen? Wie bekämpfen wir die grassierende Einsamkeit in unserer Gesellschaft?

Über diese Themen kann man nicht genug sprechen. Daher habe ich in Kooperation mit dem TV-Sender W24 den Diskurs dazu angestoßen. Das Ergebnis: Drei Folgen der Talkshow „Jetzt Miteinand!“, in denen ich mit Moderator Gerhard Koller ausführlich diskutiere, Expertinnen und Experten zu Wort kommen und auch die Seniorinnen und Senioren ihren Standpunkt klar machen.

Wir sind nicht der Klotz am Bein der Jungen!

Corona hat die Diskussion „Alt gegen Jung“ neu entfacht. Das Zusammenleben zu fördern, ist wichtiger denn je, beispielsweise im Beruf oder mit generationsübergreifendem Wohnen.

Die Chancen nach Corona sehen!

Digitalisierung, Prävention, Regionaler Einkauf, Ortskernbelebung: Die Corona-Krise zwingt zum Umdenken in vielen Bereichen. Daraus erwachsen Chancen, auch für die ältere Generation.

Einsamkeit ist kein Schicksal!

Nicht erst seit der Corona-Krise macht die grassierende Einsamkeit vor allem älteren Menschen zu schaffen. Initiativen können den ersten Schritt gehen, Betroffene müssen aber auch selbst aktiv werden.

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