Das Fahrrad als klimaschonende Gesundheitsvorsorge

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Gestern war der Europäische Tag des Fahrrads. Seit mehr als 200 Jahren ist der „Drahtesel“ schon Verkehrsmittel und beliebtes Sportgerät. Auch wir Seniorinnen und Senioren als aktive und hochmobile Generation steigen immer öfter auf das Fahrrad um. Kein Wunder, handelt es sich dabei um eine günstige und zudem noch äußerst umweltschonende, weil CO2-freie, Alternative zum Auto. Vor allem für kleine Stadtfahrten oder Ausflüge aufs Land bietet sich das Fahrrad an und ist eine gute Mobilitätsstütze, wenn es beispielsweise zu Fuß nicht mehr ganz so gut läuft. Wer es gemütlicher haben möchte, kann statt Trekkingbike, Mountainbike oder Citybike auch auf spezielle Dreiräder für Erwachsene umsteigen. Sie bleiben nicht nur stabiler, sondern haben eine große Ladefläche. Damit sind sie auch gut für größere Ausflüge oder Einkaufsfahrten geeignet.

Gesundheitsprävention auf zwei Rädern

Radfahrerinnen und Radfahrer tun aber nicht nur dem Klima, sondern auch dem eigenen Körper etwas Gutes. Seniorinnen und Senioren können sich so leicht und praktisch auch im Alter noch körperlich fit halten. Mäßige, aber regelmäßige Bewegung wirkt präventiv gegen zahlreiche Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck oder Diabetes. Das sind alles Krankheiten, von denen besonders ältere Menschen betroffen sind. Regelmäßiges Radfahren sorgt zusätzlich für ein besseres Gleichgewicht, mehr Muskel- und Knochenmasse, schnellere Reaktion, trainiert den Hör- und Sehsinn und verbessert die Koordination. Die positiven Effekte setzen schon nach kurzen Strecken ein und bringen den Körper in Schwung. Beispielsweise erhöhen 7,5 Kilometer mit dem Fahrrad pro Tag die Lebenserwartung von Personen über 65 Jahren um bis zu mehr als 3 Jahre. So können Seniorinnen und Senioren mit etwa einer halben Stunde Sport am Tag ihre Gesundheit erheblich verbessern.

Eine mobile ältere Generation muss aber auch in der Verkehrsplanung berücksichtigt werden. Bei vielen verletzten Radfahrerinnen und Radfahrern, vor allem in der Stadt, handelt es sich um ältere Menschen. Es braucht daher unbedingt ein flächendeckendes und sicheres Radverkehrsnetz. Dazu gehören durchgehende und ausreichend breite Radwege auch abseits der Hauptverkehrswege, übersichtliche und häufige Querungshilfen wie Ampeln oder Stoppschilder und ausreichende Beleuchtung. Für Seniorinnen und Senioren, die schon länger nicht mehr mit dem Fahrrad unterwegs waren, bieten viele Autofahrer- und Fahrradklubs übrigens eigene Wiedereinstiegskurse an. So kann die ältere Generation gesund und sicher durch ihre beste Zeit radeln.

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