Die Gesellschaft kommt nicht ohne uns Seniorinnen und Senioren aus!

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Wir Seniorinnen und Senioren sind ein zentraler Teil der Gesellschaft. Von Freiwilligenarbeit über Konsum bis zu Pflege und Betreuung ist klar: Ohne uns geht es nicht!

Diese Tatsache wird uns aber nicht zugestanden, wenn in Diskussionen die Kosten von Pensionen und Pflege dominieren. Ich persönlich kann den Satz „Die Alten kosten zu viel“ schon nicht mehr hören – denn er ist schlicht unwahr! Diese verengte Sichtweise wird manchmal mit Kalkül angewandt, oft herrschen in den Köpfen aber noch überholte und diskriminierende Klischees über die ältere Generation vor.

Wir brauchen dringender denn je einen Paradigmenwechsel, was das gesellschaftliche Bild der Seniorinnen und Senioren anbelangt! Mehr noch: Wir brauchen endlich einen ehrlichen und fairen Diskurs über und vor allem mit der älteren Generation! Denn wer von Kosten spricht, muss auch von Leistungen sprechen!

Hier zeigen sich unsere vielen sozialen und wirtschaftlichen Stärken. Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo aus dem Jahr 2020 (aktuellste Zahlen stammen aus 2015) fließen mit einer jährliche Steuer- und Abgabeleistungen von 17 Milliarden Euro die Zuschüsse des Bundes zu den Pensionszahlungen wieder komplett in die Staatskassa zurück. Pensionistenhaushalte stellen mit jährlich 33,7 Millionen Euro 27,2 Prozent der gesamten Konsumausgaben. Darüber hinaus leisten wir unbezahlte Arbeit im Gegenwert von 8,6 Milliarden Euro pro Jahr! Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wir sind nicht Kostenfaktor, wir sind Wirtschaftsfaktor!

Pensionserhöhung an die Lebenswelt der Senioren anpassen!

Teil einer ehrlichen Diskussion muss aber auch sein, ob die Pensionsanpassung rein nach dem Verbraucherpreisindex für die Seniorinnen und Senioren fair ist. Laut Wifo wurden die Pensionen zwischen 2004 und 2019 im Durchschnitt um 1,7 Prozent und damit klar unter der durchschnittlichen Inflationsrate von 1,9 Prozent erhöht! Nur durch mein konsequentes Verhandeln bei den Pensionserhöhungen ist dieser Nachteil 2020 und 2021 ausgeglichen worden. Außerdem bildet der Verbraucherpreisindex nicht die Lebenswelt der älteren Generation ab, beispielsweise bei den Ausgaben für Gesundheit und Nahrungsmittel.

Neben Österreich orientieren sich laut Wifo nur fünf andere EU-Staaten bei den Pensionsanpassungen am Verbraucherpreisindex. Viele Staaten, darunter auch Deutschland, setzen auf eine Mischung aus Preis- und Lohnentwicklung. Auch Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Produktivität sind gängige Richtwerte für Pensionserhöhungen. Auf diese Art und Weise kann die Kaufkraft der Seniorinnen und Senioren viel besser erhalten werden. Auch die Seniorinnen und Senioren müssen davon profitieren, wenn der Wohlstand in unserem Land steigt!

Das „Thema der Woche“ macht Sommerpause – ich aber nicht!

Damit geht das Thema der Woche in die Sommerpause. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich Füße hochlegen nicht bei mir auf dem Programm steht – auch im Sommer bin ich mit voller Kraft für die Seniorinnen und Senioren im Einsatz! Darüber hinaus haben mein Team und ich dieses Jahr ein Sommer-Fitness-Spezial für Sie vorbereitet, damit wir gemeinsam fit und gesund durch die heiße Zeit kommen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen und gesunden Sommer!

Ihre
Ingrid Korosec

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Ich bin sehr stolz darauf, wie sehr die Seniorinnen und Senioren geistig aktiv sind. Um das zu fördern, haben wir in Kooperation ein neues Rätselheft zusammengestellt. In „ÖSB RätselFitness“ ist von klassischen und neuen Kreuzworträtseln über Suchbild- und Logikrätsel bis hin zu vielen Variationen des beliebten Zahlenspiels Sudoku für jeden Geschmack etwas dabei. Ein anspruchsvoller und unterhaltsamer Zeitvertreib, der dazu noch das Gedächtnis trainiert.

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