Digitalisierung ist top, ohne analoge Alternative aber ein Flop!

Das Thema der Woche

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Die ältere Generation digital fit zu machen, ist eines meiner Herzensanliegen. Denn ich bin davon überzeugt, dass digitale Anwendungen uns das Leben erleichtern können und eine Chance sind, länger selbstständig zu leben. Das betrifft alle Bereiche unseres Alltags, egal ob der Einkauf von Lebensmitteln oder Zugtickets online, die Kommunikation mit weit entfernten Freunden und Verwandten via Skype, WhatsApp oder Zoom oder die Erledigung von Behördengängen von zuhause aus.

Digitalisierung hilft auf diese Art auch dabei, Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Lampen, die sich automatisch einschalten, wenn man in der Nacht aufsteht oder Herde, die sich abschalten, wenn ein Topf überkocht, sind als Teil eines „Smart Home“ wichtige Hilfen, um Alterserscheinungen auszugleichen. Denn jeder Tag, den die Menschen selbstständig daheim verbringen können, ist für sie ein guter Tag.

Analoge Verbindungen zu kappen bringt die Menschen nicht in die digitale Welt!

Was viele Unternehmen und Institutionen in ihrer Digitalisierungseuphorie aber vergessen, ist, dass besonders Über-60-Jährige nicht mit dem Internet aufgewachsen sind. Für sie ist es ein weiter Weg von der Telefonzelle zum Zoom-Meeting, den sie oft nicht alleine beschreiten können oder wollen. Darauf mache ich immer wieder öffentlich aufmerksam, zuletzt in den Salzburger Nachrichten und auf Krone TV.

Ich halte nichts von einer „Zwangsdigitalisierung“, welche ich zu meinem Ärger vor allem bei Banken und Versicherungen erkennen kann. In den vergangenen 20 Jahren wurden in Österreich mehr als 1000 Filialen geschlossen, ein großer Teil der verbliebenen Zweigstellen sind reine Selbstbedienungsstandorte ohne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nicht einmal die Hälfte der Über 60-Jährigen nutzt Online Banking.

Für Unternehmen mag es eine Aufwandsersparnis sein, alles online anzubieten, damit schließen sie aber ältere Menschen als Kundschaft aus.. Man bringt die Menschen nicht in die digitale Welt, indem man alle analogen Zugänge kappt! Deshalb plädiere ich dafür, dass analoge Alternativen die kommenden zehn Jahre bestehen bleiben müssen!

Dazu ist es unabdingbar, dass wir Seniorinnen und Senioren dabei unterstützen, digital fit zu werden. Neben den Landesorganisationen des Seniorenbundes unterstützen viele Vereine und Organisationen wie fit4internet die ältere Generation mit Computerkursen und Seminaren beim digitalen Einstieg. Zwei Beispiele sind die Lernvideo-Reihe „Smartphone-ABC“, in der Tipps gegeben und Anwendungsmöglichkeiten eines Smartphones erklärt werden oder die Broschüre „Schritt für Schritt in die digitale Welt“. Schauen sie doch rein!

Ihre
Ingrid Korosec

„ÖSB RätselFitness“ – unser neues Rätselheft jetzt kostenlos anfordern!

Ich bin sehr stolz darauf, wie sehr die Seniorinnen und Senioren geistig aktiv sind. Um das zu fördern, haben wir in Kooperation ein neues Rätselheft zusammengestellt. In „ÖSB RätselFitness“ ist von klassischen und neuen Kreuzworträtseln über Suchbild- und Logikrätsel bis hin zu vielen Variationen des beliebten Zahlenspiels Sudoku für jeden Geschmack etwas dabei. Ein anspruchsvoller und unterhaltsamer Zeitvertreib, der dazu noch das Gedächtnis trainiert.

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