Freiwilligen-Arbeit ist eine Stütze der Gesellschaft

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Freiwilligen-Arbeit ist eine Stütze der Gesellschaft

Wie kaum ein anderes Land auf dieser Welt spielt in Österreich die freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit der Bürgerinnen und Bürger für die Gesellschaft eine tragende Rolle. In Organisationen und Vereinen sind rund 2,3 Millionen Menschen unbezahlt aktiv tätig. Die Mehrzahl von ihnen ist bis zu 30 Tage im Jahr im Einsatz. Österreich ist damit geradezu Weltmeister auf diesem Gebiet.

Die Gesellschaft würde in Österreich ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den mehr als 100.000 registrierten Vereinen nicht funktionieren. Das reicht von den sozialen Organisationen, wie dem Roten Kreuz, der Caritas, dem Hilfswerk über so genannte Freizeit-Vereinigungen (in denen kulturelle Traditionen gepflegt werden) bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr, die in fast jedem Ort einen Stützpunkt hat. Ein weit verzweigtes System, das in Notfällen sofort einsatzbereit ist und um das uns viele beneiden.  

Die Bandbreite der “Freiwilligen Heerschar“ reicht von der Jugend bis hinauf zur älteren Generation. Ist für Jugendliche die Tätigkeit etwa bei der Feuerwehr eine herausfordernde, spannende Aufgabe, so bedeutet die Mitarbeit in einem Verein für ältere Menschen eine Bereicherung ihres Alltags. Indem sie Kontakte pflegen, ihre Erfahrung mit einbringen können, in eine Gemeinschaft eingebunden sind und Aktivitäten verschiedenster Art setzen. Es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, ehrenamtlich tätig zu sein.

Wir erleben das in den vielen Seniorenclubs. Da geht es nicht nur um die Begegnung mit, da kommt es oft auch zur Betreuung von Menschen, die Hilfe der verschiedensten Art benötigen. Und das wiederum reicht von bewegungstherapeutischen Maßnahmen bis hin zur Unterstützung im Haushalt pflegebedürftiger Menschen.

Viele Möglichkeiten des Engagements für die ältere Generation

Ganz besonders wichtig ist es, auch eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen. Hier nur ein paar Beispiele:

  •  Pensionistinnen und Pensionisten, die sich Zeit nehmen, um in einer Volksschule als „Lesepate“ zu fungieren. Ein Projekt, das hilft, Kinder mit Nachholbedarf beim Erlernen und Verstehen der deutschen Sprache zu unterstützen.
  • Ähnlich verhält es sich beim Bereich der so genannten Volks-Kultur. Dort kommt der älteren Generation oft die wichtige Rolle zu,  jenes Kulturgut, das sie selbst erworben hat, an die Enkel-Generation weiterzugeben.  
  • Ein interessantes Angebot bietet der Verein „Family Business“. Dieser Verein vermittelt ehrenamtliche Leihomas und Leihopas. Sie werden benötigt, um bei berufstätigen Familien als Betreuungshelfer einzuspringen. So vor allem in der Früh, wenn die Eltern vorzeitig das Haus verlassen müssen und die Spanne bis zum Besuch des Kindergartens und der Schule überbrückt werden muss. Oder am Nachmittag und Abend, um auf die Kinder aufzupassen, mit ihnen zu lernen und zu spielen, bis die Eltern nach Hause kommen. Wenn Sie sich als Leihoma oder Leihopa bestätigen wollen: unter www.kinderbetreuung.at oder 0800/20 20 99 erreichen Sie kompetente Ansprechpartner.

Freiwilligen-Tätigkeit ist jedenfalls ein Geschenk, egal wofür man sich entscheidet. Für sich selbst und für andere.

Ihre Meinung zum Thema?

Ich erteile meine Einwilligung, dass die von mir erhobenen Daten zum Zweck der Übermittlung von Informationen beim Österreichischen Seniorenbund verarbeitet werden und diese Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. 
Diese Einwilligung kann jederzeit bei bundesorg.seniorenbund.at widerrufen werden. Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der bis dahin erfolgten Verarbeitung nicht berührt.

Jetzt anmelden!

Immer auf dem Laufenden bleiben mit unserem Newsletter.