Thema der Woche: Rückkehr in den politischen Alltag

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Thema der Woche: Rückkehr in den politischen Alltag

Der 15. August ist ein Wendepunkt. Ab nun neigt sich die Ferienzeit ihrem Ende zu. Wenn nicht gerade eine Schönwetterperiode wie heuer herrscht, kann es sogar langsam zu herbsteln beginnen. Vor allem aber kehrt in der Politik wieder der Alltag ein.

Auch in der nachrichtenarmen „Sommerlochzeit“ hat es aber immer wieder Meldungen gegeben, die Aufmerksamkeit verdienen.

So etwa eine Studie, wonach die Beschäftigung mit Enkeln das Leben der Großeltern verlängert. Keine Frage, wenn man die Möglichkeit hat, sich um die Kinder seiner Kinder kümmern zu können, so ist das durchaus auch eine Herausforderung, die geistig und körperlich fit hält. Nicht zu vergessen dabei ist, dass auch die Großeltern bei diesen Kontakten dem Nachwuchs etwas von ihren Lebenserfahrungen und ihrem Wissen mit auf den Weg geben können. Erfahrung kann nie schaden.

Mangels anderer Themen hat man sich auch mit dem Angebot öffentlicher Verkehrsdienste beschäftigt. In den städtischen Regionen ist das Angebot durchwegs gut. Woran es oft mangelt, sind Verbindungen außerhalb der Städte, im ländlichen Raum. Und da haben es nicht nur, aber vor allem ältere Menschen schwierig, wenn sie einmal ausgehen, einen Besuch bei Freunden, ja selbst bei einem Arzt absolvieren und dies nicht im gleichen Ort der Fall ist. Eine passende Verbindung mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu finden, ist oftmals mühsam. Ein Verbesserungsbedarf ist schlichtweg gegeben.

Dass wir in Österreich mit unseren politischen Reformbemühungen nicht alleine sind, zeigte sich bei unserem Nachbarn. Auch in Deutschland ist im Sommer eine Diskussion darüber entbrannt, dass bei Beschäftigten aus dem EU-Ausland das Kindergeld für ihre im Ausland lebende Kinder, dem jeweiligen Lebenskostenindex angepasst werden sollte. Dabei geht es übrigens auch darum, dass die Kontrolle über die tatsächliche Kinderzahl unzureichend, ja mangelhaft ist. Und zu sozialem Missbrauch verleitet, den es zu verhindern gilt.

Gute Ausgangsbasis für den Herbst

Interessant zu beobachten war auch, dass die Oppositionspartei SPÖ offenbar erkannt hat, dass mit dem alten ideologischen Konzept des Klassenkampfes heute kein Staat mehr zu machen ist. Auf der Suche nach neuen Wählerschichten will man daher verstärkt Grün Sympathisanten ansprechen, was von vielen aber so nicht goutiert wird. An diesem Beispiel zeigt sich, wie richtig und wichtig der Aufbruch mit Sebastian Kurz an der Spitze zur neuen Volkspartei im vergangenen Jahr war.

Und das bestätigen unverändert auch die Meinungsumfragen. Ein dreiviertel Jahr nach den Nationalratswahlen liegt die ÖVP unverändert sogar über ihrem Wahlergebnis. Und Bundeskanzler Kurz genießt Zustimmung weit über die eigene Partei hinaus. Bemerkenswert ist, dass – wie schon bei den Nationalrats- und nachfolgenden Landtagswahlen – die Volkspartei bei der Generation 60plus ein sogar deutlich über den Wahlergebnissen liegendes Vertrauen genießt. Insgesamt eine gute Basis für die Politik in den vor uns liegenden Monaten, die ganz besonders von österreichischen Ratspräsidentschaft geprägt sein wird, findet.

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