Vorsicht vor Trickbetrügern am Telefon!

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

Achtung, falsche Polizisten treiben wieder Ihr Unwesen! In den letzten Tagen und Wochen häufen sich wieder die Meldungen über Trickanrufe und auch ich erhalte viele Meldungen von verunsicherten und betroffenen Seniorinnen und Senioren dazu. Die Betrüger haben es dabei vor allem auf ältere Menschen abgesehen, denen sie mit immer dreisteren und perfideren Methoden Geld und Wertgegenstände entlocken wollen.

Die Verbrecher suchen den Kontakt zu ihren Opfern meistens per Telefon, manchmal klopfen sie auch direkt an der Haustür. Ihre Maschen zielen darauf ab, die Betroffenen so stark wie möglich emotional unter Druck zu setzen. Deshalb beginnen die falschen Polizisten ihr Gespräch oft damit, dass nahe Angehörige – meist Kinder oder Enkelkinder – in einen schweren Unfall verwickelt wären oder diesen verursacht hätten. Für Kaution oder Behandlungskosten müsse schnell Geld aufgetrieben und einem vermeintlichen Beamten oder Anwalt gegeben werden.

Bei solchen Anrufen handelt es sich IMMER um Betrüger! Die Polizei würde niemals auf diese Art und Weise vorgehen und warnt regelmäßig vor derartigen Anrufen. Diese Vorgehensweise soll dafür sorgen, dass die Opfer unter permanentem Druck stehen und keine Möglichkeit haben, die Situation zu überdenken oder ihre Verwandten oder Freunde zu kontaktieren. Die Schilderungen werden dabei mit vorab recherchierten Informationen und möglichst schockierenden Details ausgeschmückt.

Auch wenn der Schock bei einem derartigen Anruf tief sitzt, nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit um innezuhalten. Sie können auch auflegen und die Polizei unter 133 rufen. Die Beamtinnen und Beamten haben Verständnis und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Weitere oft genutzte Betrugsmaschen am Telefon:

  • Falsche Polizisten geben vor, dass Einbrecher in Ihrer Gegend unterwegs sind und wollen, dass Sie Wertgegenstände zur Verwahrung an Beamte übergeben.
  • Angebliche Verwandte rufen an oder schicken SMS – Nachrichten und entlocken ihren Opfern mit Tricks (zB „Ich bin‘s, kennst du mich denn nicht mehr?“ oder „Hallo Mama, das ist meine neue Handynummer“ oder „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt...“) Informationen, die sie gegen Sie verwenden. Damit täuschen sie ein Naheverhältnis vor und wollen Geld für angebliche Notfälle.
  • Falsche technische Servicemitarbeiter informieren über angebliche Schadsoftware oder Viren auf Ihrem Computer oder Smartphone. Kein Seriöses Unternehmen tut das, lassen Sie auf keinen Fall eine Fernwartung Ihres Geräts durchführen und geben Sie keine Informationen preis!

Betrüger sollen nicht glauben, dass Sie mit Seniorinnen und Senioren leichtes Spiel haben. Deswegen nochmal: Bleiben Sie wachsam, legen Sie im Zweifelsfall auf und rufen Sie sofort die Polizei! Die Beamtinnen und Beamten geben Ihnen gerne weitere Auskunft und helfen bei Verdachtsfällen.

Das Innenministerium bietet darüber hinaus einige Tipps gegen Telefonbetrug, das sind die wichtigsten:

  • Lassen Sie sich keinesfalls unter Druck setzen. Teilen Sie der Anruferin/dem Anrufer mit, dass es ungünstig ist und bieten Sie einen Rückruf an. Echte Beamte werden Verständnis haben, Kriminelle werden den Druck erhöhen, damit Sie nicht auflegen.
  • Beenden Sie das Telefonat.
  • Die Polizei übernimmt und verwahrt zu keinem Zeitpunkt Bargeld oder Wertgegenstände für Sie und bittet Sie auch nicht um Überweisungen auf (ausländische) Bankkonten.
  • Wenn Sie nach Bargeld oder Wertgegenständen sowie Kontoguthaben gefragt werden, beenden Sie das Gespräch.
  • Lassen Sie sich Namen und Telefonnummer der Anruferin/des Anrufers geben. Rufen Sie direkt beim deklarierten Unternehmen an und fragen Sie nach dem Bediensteten.
  • Klären Sie Verwandte über diese Betrugsmaschen auf.
  • Wenden Sie sich im Schadensfall an die nächste Polizeidienststelle und erstatten Sie eine Anzeige.

Ihre
Ingrid Korosec

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