Umweltschutz geht uns alle an! - Österreichischer Seniorenbund

Umweltschutz geht uns alle an!

Das Thema der Woche

Ingrid Korosec

Präsidentin des Österr. Seniorenbundes
Abgeordnete zum Wr. Landtag
Volksanwältin a.D.

erschienen am 05.06.2023

Eigentlich sollte jeder Tag Weltumwelttag sein, denn wir haben nur diesen einen Planeten. Aktuell verbraucht die Menschheit jedoch das Äquivalent von 1,6 Erden und bringt die Ökosysteme damit immer schneller immer näher an den Rand des Kollaps. Das Bewusstsein für einen ressourcenschonenden Umgang mit unserem Planeten ist daher nicht nur am heutigen Weltumwelttag von zentraler Bedeutung, sondern sollte unser steter Begleiter sein, damit auch unsere Kinder, Enkel, Urenkel und alle Generationen danach in einer lebenswerten Umwelt groß- und altwerden können.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind keine ferne Zukunftsmusik

Wir müssen aber gar nicht in die ferne Zukunft schweifen, um die Auswirkungen des Klimawandels als Folge von verschwenderischem Umgang mit Ressourcen zu erahnen, denn die direkten Konsequenzen sind bereits jetzt deutliche spür- und belegbar. Und gerade ältere Menschen zählen zu jenen Bevölkerungsgruppen, die von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen sind und überproportional stark leiden. Das Gesundheitsrisiko steigt bei zunehmender Hitze, da Menschen im höheren Alter bei steigender Wärmebelastung eine geringere Adaptions- und Akklimatisationsfähigkeit aufweisen. Bereits seit 10 Jahren sterben mehr Menschen durch Hitze als im Verkehr und laut Prognose wird sich die Zahl der Hitzetoten in den kommenden 50 Jahren sogar noch verdoppeln. Neben der Hitze belasten zusätzlich hohe Ozon- bzw. Feinstaubwerte über-75-Jährige besonders.

Die Folgen des Klimawandels verstärken sich wechselseitig und entwickeln so eine rasante Spiraldynamik. Österreichweit steigt beispielsweise der private Energiebedarf, da die Tage, an denen geheizt werden muss, zwar um 20% zurückgehen, jene, an denen gekühlt werden muss, aber um 139% zunehmen, was sich wiederum negativ auf die CO2-Bilanz auswirkt. 

Bewusstsein ist der erste Schritt zur Veränderung

Der Tag der Umwelt oder international „World Environment Day“ genannt, soll deshalb dabei helfen, Bewusstsein für Ursachen und Folgen des Klimawandels zu schaffen und die Notwendigkeit globaler Transformationen verdeutlichen. Wir brauchen eine zukunftsorientierte Klimapolitik, die eine nachhaltige Reduktion des Ressourcenverbrauchs und der Emissionen verfolgt. Klimarelevante Maßnahmen, wie die Schaffung von Grünraum in dichtbebauten Gebieten, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Förderung von Baumaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Wohnbau sowie zur verbesserten Durchlüftung und Beschattung von leicht überhitzenden Wohnräumen, sind genauso unerlässlich wie der Beitrag jedes und jeder Einzelnen.

Kleine Taten – Große Wirkung

Denn trotz der Verantwortung in der die Politik hier steht, ist es für Jung und Alt angesichts der aktuellen Lage sinnvoll, das persönliche Veränderungspotential im Alltag zu evaluieren, denn jede noch so kleine Tat kann in Summe etwas Großes bewirken. Es gilt, gewohnte Verhaltensmuster umzudenken und zu verändern - wieder weg von dem Denkansatz alles jederzeit, überall und just-in-time verfügbar zu haben, hin zur Rückbesinnung und dem reflektierten und vorausschauenden Ressourcenumgang.

Nicht nur der Umwelt, sondern auch dem eigenen Geldbeutel zuliebe

Viele der guten alten Tipps und Tricks, mit denen unsere Generation aufgewachsen sind, sind jetzt wieder „in“. Reparieren, recyceln, leihen, „zero waste“ und „do it yourself“, wie das heutzutage heißt, liegen voll im Trend. Gelebte Nachhaltigkeit, richtiges Heizen und Kühlen, sparsames Duschen, kluge Lagerung und Haltbarmachung von Lebensmitteln, die Nutzung von Energiesparprogrammen, das Offline-Sein statt immer im Stand-by-Modus, sind nicht nur im Hinblick auf die Kosten lohnenswert. Bei kurzen Strecken auf das Auto zu verzichten und zu Fuß zu gehen, das Rad zu nehmen oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nützen, tun nicht nur dem Klima und der eigenen Gesundheit, sondern auch dem Börserl und dem eigenen Gewissen gut.

Lassen Sie uns gemeinsam Nachhaltigkeit leben – für unsere Kinder, Enkel, Urenkel und natürlich für uns selbst – für unsere "coolen" gewonnenen Lebensjahre!

Ihre
Ingrid Korosec

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